Skandal! in der Imaginata (Jena), 16. September 2010
Jens Bergmann, Mitherausgeber des 2009 im Halem Verlag erschienenen Bandes Skandal! Die Macht öffentlicher Empörung und Geschäftsführender Redakteur des Wirtschaftsmagazins brandeins, wird in der Jenaer Imaginata einen Vortrag zum Buch halten.
Rund 30 skandalumwitterte Personen des öffentlichen Lebens wurden von Studenten zu erlebten, verursachten und ertragenen Eklats befragt und erzählten, wie Sie mit diesen und dem Druck der Öffentlichkeit umgegangen sind.
Jens Bergmann erläutert erneut, wie aus einem kleinen Aufreger ein handfester Skandal wird, was die Medien interessiert und was sich überhaupt als „Erregungsvorschlag“ eignet. Was sagt das über die Weltordnung, die moralische Verfassung sowie die Lust am Entsetzen einer Gesellschaft aus, was empört die Menschen noch? Diese und weitere Fragen sollen im anschließenden Gespräch geklärt werden.
Die Veranstaltung findet am 16. September um 20 Uhr in der Imaginata in Jena statt, der Eintritt beträgt 7 Euro. Weitere Informationen finden Sie hier und hier.
Vorankündigung: Journalismus nach der Krise. Aufbruch oder Ausverkauf
Am 5. Juli erscheint das Buch Journalismus nach der Krise. Aufbruch oder Ausverkauf von Felix Rohrbeck und Anne Kunze. Die beiden Journalisten haben sich auf eine Reise quer durch Deutschland begeben, um insgesamt 22 Journalisten, Verleger und Medienbeobachter zu interviewen. Wie verändern die sich wandelnden ökonomischen Grundlagen den Journalismus? Wie könnte eine künftige Balance zwischen wirtschaftlichen Zwängen und gesellschaftlichem Auftrag der Medien aussehen? Wo entstehen neue journalistische Konzepte und Geschäftsmodelle? Und nicht zuletzt: Ist der Beruf des Journalisten noch der Traumberuf, als der er einmal galt?
Interviewt wurden u.a. Kai Diekmann, Siegfried Weischenberg, Giovanni die Lorenzo und Michael Konken.
Für dieses Buchprojekt haben wir eine eigene Homepage eingerichtet, der sie alle relevanten Informationen entnehmen können.
100 Rezensionen – Das Online-Journal r:k:m feiert seinen Erfolg bei Experten und Fachinteressierten
Ein Jahr, 100 veröffentlichte Rezensionen und über 28.000 Seitenaufrufe: Die Bilanz des Online-Rezensionsjournals r:k:m – rezensionen:kommunikation:medien darf ein wenig stolz machen!
Seit r:k:m im Mai 2009 erstmals online ging, hat sich einiges getan: Kompetente und unabhängige Rezensenten informieren regelmäßig darüber, welche Neuerscheinungen es im weitläufigen Bereich der Kommunikations- und Medienwissenschaft gibt, und seit Kurzem haben interessierte Leser ebenfalls die Möglichkeit, r:k:m bei Facebook und Twitter zu folgen. Für die nahe Zukunft arbeitet die r:k:m-Redaktion am Ausbau der Rubrik Klassikerbesprechungen. In dieser Rubrik sollen abseits des tagesaktuellen Publikationswesens Klassiker der Kommunikations- und Medienwissenschaft wie Ernst Cassirer, Erving Goffman, Roland Barthes und Johann Gustav Droysen von ausgewiesenen Experten besprochen werden. Dieses Angebot dürfte speziell für Studierende, die einen kurzen und maßgeblichen Überblick suchen, von Interesse sein.
Die Herausgeber sind mit der Etablierung von r:k:m im Online-Rezensionswesen hoch zufrieden. Ab September 2009 dokumentierte Prof. Dr. Horst Pöttker durchschnittlich „mehr als zehn Rezensionen pro Monat, an die 200 Klicks pro Tag – das sind harte Belege für den Erfolg von r:k:m. Das fächerübergreifende publizistische Konzept jenseits des wissenschaftlichen Korporatismus hat sich als tragfähig erwiesen. Hoffen wir, dass es so weitergeht.“
Ebenso ist Prof. Dr. Vinzenz Hediger zuversichtlich, dass r:k:m auch in Zukunft „in einer Phase der raschen Ausdifferenzierung von Forschungsfeldern und Ansätzen sowohl in der Kommunikations- wie in der Medienwissenschaft und an einem Punkt, an dem die Medienkultur weit über die Grenzen der für ihre Erforschung zuständigen Disziplinen hinaus Interesse weckt, einen unverzichtbaren interdisziplinären Überblick über die wichtigsten Ergebnisse und Trends der wissenschaftlichen Erforschung von Medien und Kommunikation bietet.“
Sie möchten r:k:m kennenlernen und sich regelmäßig über Neuheiten informieren lassen? Gleich einen Blick auf www.rkm-journal.de werfen und sich für den Newsletter registrieren lassen!
55. DGPuK-Jahrestagung in Ilmenau, Mai 2010
Auch in diesem Jahr war der Herbert von Halem Verlag mit einem Büchertisch auf der jährlich stattfindenden Tagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft vertreten. Unter dem Titel Medieninnovationen wurde beschrieben, diskutiert und prognostiziert, wie sehr unter anderem die neuen Kommunikationstechnologien zu gesellschaftlichen Veränderungen führen.
Besonders gefreut hat uns die Ehrung zweier Autoren unseres Verlags:
Prof. Dr. Jürgen Wilke wurde feierlich die anlässlich seines 65. Geburtstages im Halem Verlag erschienene Festschrift Wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft überreicht. Die Laudatio hielt Prof. Dr. Wolfgang Donsbach vom Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden.
Den Dissertations-Förderpreis der DGPuK erhielt Dr. Eva Baumann für Die Symptomatik des Medienhandelns. Der in zweijährigem Turnus ausgeschriebene Preis zeichnet hervorragende Dissertationen aus, die einen wichtigen Beitrag für das Fach Publizistik- und Kommunikationswissenschaft liefern. Eva Baumanns Arbeit, die die Zusammenhänge zwischen einem gestörten Essverhalten und mediengeprägten Einflüssen, u. a. mithilfe von 45 problemzentrierten Interviews, die sie mit essgestörten Patientinnen führte, erörtert, wurde mit summa cum laude bewertet. Im Gutachten von Prof. Dr. Helmut Scherer werden besonders ihre Erkenntnisse in der Medienwirkungsforschung betont:
Baumann legt hier eine herausragende Dissertation vor. Dem Anspruch, einen Beitrag zum Fortschritt der Wissenschaft zu leisten, wird sie in hohem Maße gerecht. Die größte Leistung liegt meines Erachtens darin, dass Baumann hier eine innovative Perspektive für die Medienwirkungsforschung aufzeigt. [Ihr] gelingt es, eine komplexe Methodologie zu entwickeln und diese zur Anwendung zu bringen. Was aber noch wichtiger ist: Es gelingt ihr, uns auf diesen Weg mitzunehmen.
Verlagsarbeit aus kultureller Perspektive
Studierende aller Fächer des Fachbereichs Kulturwissenschaften haben an der TU Dortmund die Möglichkeit, sich in der Ringvorlesung “Berufsfeld Kulturwissenschaften” über spezifische Berufsfelder im Kulturbetrieb zu informieren. In einer Reihe von Gastvorträgen geben Experten immer mittwochs von 16 bis 18 Uhr einen Einblick in die Praxis.
Wie schon im letzten Jahr engagiert sich wieder der Herbert von Halem Verlag: Am Mittwoch, dem 23. Juni spricht Herbert von Halem zum Thema: “Verlagsarbeit aus kultureller Perspektive”. Interessierte Hörerinnen und Hörer sind herzlich eingeladen.
Veranstaltungsstart: 23.06.2010 16:00
Veranstaltungsende: 23.06.2010 18:00
Veranstaltungsort: Raum 3.427, Emil-Figge-Straße 50, Campus Nord, TU Dortmund
Veranstaltungsart: Vortrag/Diskussion
Wann wird ein Skandal zum Skandal?
Bereits 1999 berichtete der Reporter Jörg Schindler (Frankfurter Rundschau) über den Missbrauch an der Odenwaldschule. Ihm wurden Sensationsjournalismus und Verleumdung vorgeworfen, sogar vom “Missbrauch des Missbrauchs” war die Rede. Sonst geschah jedoch kaum etwas. Vor einigen Wochen veröffentlichte er erneut einen Artikel über den seit Jahrzehnten andauernden Missbrauch an der hochgelobten Reformschule – und plötzlich läuft die Berichterstattung an, ist das Thema auf der Agenda. Am 20. Mai 2010 um 20.15 Uhr (Raum 036 im Brechtbau) werden die Journalisten Jörg Schindler und Dr. Tanjev Schultz (Süddeutsche Zeitung), der durch seine Reportagen und Porträts für Aufsehen sorgt, über den Missbrauch und die Medien diskutieren. Durch die Veranstaltung führt der Medienwissenschaftler Prof. Dr. Bernhard Pörksen, Autor des Buches Skandal! [Mehr Informationen zu dieser Veranstaltung]
7. Tübinger Mediendozentur
Im Rahmen der 7. Tübinger Mediendozentur wird die Journalistin und Frauenrechtlerin Alice Schwarzer den Gastvortrag halten. Am 12. Mai 2010 wird sie um 18.30 Uhr im Audimax zum Thema Eine Frage der Haltung – Plädoyer für einen Journalismus mit Leidenschaft Grundfragen des journalistischen Selbstverständnisses ansprechen. Im Anschluss sind Interessierte herzlich eingeladen, mit Alice Schwarzer bei einem kleinen Empfang zu diskutieren.
Kritik in der Krise? – Neues JoJo zum Kulturhauptstadtjahr
Die journalistische Kulturberichterstattung scheint in der Krise. Die Kritiker im Zeitungsfeuilleton schreiben an ihrem Publikum vorbei, sagen die einen. Ein “Ende der Kritik” diagnostizieren die anderen – angesichts stark personalisierender, unterhaltungs- und servicebetonter Darstellungshaltungen in manchen Kulturredaktionen. Wer hat Recht? Worin gründen die aktuellen Probleme des Kulturjournalismus? Wie sieht das Feuilleton der Zukunft aus? Und was meint überhaupt “Kultur”? Diesen Fragen spürt das “Journalistik Journal” in einer Schwerpunktausgabe nach.
Unter dem Titel Kritik in der Krise? Wortmeldungen zum wechselvollen Verhältnis von Kultur und Journalismus trägt das Themenheft zahlreiche Befunde aus der Journalismusforschung zusammen, die die aktuellen Probleme der Kulturberichterstattung veranschaulichen und systematisieren. Daneben kommen auch Vertreter der journalistischen Praxis zu Wort, die die Analysen aus ihrer Perspektive einordnen und damit einen Brückenschlag zwischen Journalistik-Wissenschaft und redaktionellem Alltag ermöglichen. Pünktlich zum Festjahr RUHR.2010 ermöglicht das “Journalistik Journal” damit eine umfassende Bestandsaufnahme zur gegenwärtigen Kulturberichterstattung.
Wer Interesse an einem kostenlosen Bezug des Journalistik Journals hat, kann sich in den Verteiler aufnehmen lassen. Dazu reicht eine E-Mail an den Herbert von Halem Verlag. Ausgewählte Beiträge aus dem neuen Heft finden sich auch auf der JoJo-Homepage.
Neue Rezension in der M&K Medien & Kommunikation 1/2010
“Man muss sich für alles interessieren können”, lautet das motivierende Motto des Hildesheimer Kulturwissenschaftlers Hans-Otto Hügel, Deutschlands einzigem Professor für Populäre Kultur. Die ihm gewidmete Festschrift Die Zweideutigkeit der Unterhaltung. Zugangsweisen zur populären Kultur, die 2009 im Herbert von Halem Verlag erschien, erhielt nun eine Rezension in der M&K Medien & Kommunikation:
Der Band vermittele neben unterschiedlichen Analysen vielfältige Einblicke in verschiedene Themenschwerpunkte der Unterhaltungstheorie und beziehe dabei auch einflussreiche historische Positionen ein. Reflexionen zu theoretischen Kontinuitäten seien bereits in der Einleitung enthalten, außerdem zeichneten den Sammelband seine vielschichtigen Verknüpfungen aus Theorie und Praxis aus. Er verdeutliche exemplarisch, dass Unterhaltungstheorien eine wichtige Basis für die Erklärung historischer und aktueller Medienphänomene biete.
Der ganze Text findet sich in der aktuellen M&K 1/2010.
Tag der Pressefreiheit am 3. Mai 2010
Anlässlich des Tages der Pressefreiheit findet am 3. Mai 2010 (18:30 – 21:00 Uhr) in München in Zusammenarbeit von Bayerischem Rundfunk, der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation und dem Bayerischen Journalisten Verband eine Veranstaltung mit dem Titel Die “Erfassungsgesellschaft”: Einschränkung der Pressefreiheit? statt.
Überwachung von Bürgern durch den Staat, Bespitzelung in der Wirtschaft, Datenskandale und Datenexhibitionismus im Netz: Sind unsere Grundrechte noch zu retten? Zwar regt sich auch Widerstand, getragen durch die jüngsten Urteile des Bundesverfassungsgerichts und der SWIFT-Entscheidung des EU-Parlaments, doch für Entwarnung ist es (noch) zu früh. Wir fragen: Was
bedeutet die Entwicklung zu immer mehr Datenerfassung für den unabhängigen Journalismus?
Im Rahmen der Veranstaltung wird das im Herbert von Halem Verlag erscheinende Buch Pressefreiheit ohne Grenzen? Grenzen der Pressefreiheit vorgestellt. Die Herausgeber sind Professoren der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation (MHMK): Prof. Dr. Martin Welker (München), Prof. Dr. Andreas Elter (bundesweiter Studiengangleiter für Journalistik), und Prof. Dr. Stephan Weichert (Hamburg). In diesem Sammelband wird die Lage der Pressefreiheit geografisch von der westlichen Welt über Afrika und den Nahen Osten bis Asien sowie thematisch (u. a. in Bezug auf Demokratie, Menschenrechte, Medienpolitik) untersucht und kritisch aufgezeigt, wo die Grenzlinien verlaufen.
An der Diskussionsrunde nehmen teil: Lutz Tillmanns (Geschäftsführer Deutscher Presserat), Dr. Thomas Petri (Landesbeauftragter für den Datenschutz in Bayern), Prof. Dr. Michael Haller (wiss. Direktor des Instituts für Praktische Journalismusforschung – IPJ, Universität Leipzig), Mercedes Riederer (Bayerischer Rundfunk, Chefredakteurin Hörfunk), Dr. Wolfgang Stöckel (1. Vorsitzender BJV)
sowie Prof. Dr. Martin Welker (mhmk, Moderation).
Den Flyer zur Veranstaltung mit dem vollständigen Programm finden Sie hier.
Veranstaltungsort: Bayerischer Rundfunk, Sitzungssaal des Rundfunkrates, Rundfunkplatz 1, 80335 München.
Anmeldung: Bitte per E-Mail bis 30. April an Bernd Aumiller: aumiller@bjv.de




